Mittwoch, 11. März 2020

Gewusst wie: Frankreich muss nicht teuer sein (1)

Das Leben in Frankreich muss nicht teurer sein als in Deutschland. Auch nicht im Urlaub. Es sei denn, man gönnt sich Extras, gerade weil Urlaub ist. Das ist in Ordnung, kostet aber. Ein Urlaub in Südfrankreich ist locker zu Lebenshaltungskosten wie in Deutschland möglich. In diesem Post dreht sich alles um Discounter, die in Südfrankreich gut vertreten sind. Es sind Anbieter, die Deutsche kennen. Sahnehäubchen ist ein extraordinäres Outlet-Center in Bordeaux.

Regional ist Lidl gut vertreten

Am häufigsten vertreten ist rund um Flaujagues der Discounter Lidl mit sechs Filialen. Die nächst gelegene Lidl-Filiale ist acht Kilometer entfernt und befindet sich mitten in Castillon-la-Bataille. Im Umkreis von gut 30 Kilometern finden sich die anderen fünf Dependancen von Lidl. In Pineuilh (19 km), in Libourne (25 km) in Coutras (34 km) und zwei in Bergerac (45 km). Das Angebotsprogramm wechselt zweimal wöchentlich wie in Deutschland, mit einer Woche „Verspätung“ gibt es bei den wichtigsten Dingen wie Textilien, Technik und Lebensmittelaktionen die gleichen Artikel wie im Heimatland, echte Nürnberger Bratwürste eingeschlossen. Dazu kommen landestypische Produkte. Die Preise sind vergleichbar. Oft liegen die regionalen Filialen unweit von größeren Supermärkten, so dass Wochenendeinkäufe mit kurzen Wegen gut zu koordinieren sind. Lidl unterhält in Frankreich rund 1500 Filialen, ein Marktmacht.

Aldi hat Nachholbedarf

Aldi Nord – mit gut 900 Filialen und einem veränderten Logo in Frankreich – ist nahe Flaujagues ebenfalls vertreten, aberspärlicher als die Konkurrenz aus Deutschland. Filialen sind in Bergerac, Coutras und Saint-Seurin-sur-l’isle (28 km). Aldi hat ähnliche Gepflogenheiten für den Sortimentswechsel wie Lidl. Doch das Angebot gilt als abgespeckt, der Markteinfluss als deutlich geringer. Das will Aldi längerfristig ändern. Das Unternehmen verhandelt über die Übernahme der französischen Discounterkette Leader Price mit über 650 Filialen. Aldi Nord hat das erklärte Ziel, zu Lidl in Frankreich aufzuschließen. Viel Zukunftsmusik.

Und noch eine Netto-Kette

In Bergerac und Coutras gibt es Märkte vom französischen Discounter „Netto“. Aus deutscher Sicht ist das die dritte Handelskette mit diesem Namenszug. Sie hat nichts zu tun mit den beiden Nettos in Deutschland (mit und ohne Hund), die jeweils selbstständig sind.

Bordeaux - Großes Outlet-Center "Kai der Marken"

Eine besondere Rolle spielt in der Welt der Rabatte und Niedrigpreise das Quai des Marques in Bordeaux. Das „Kai der Marken“ ist das größte Outlet-Center Südfrankreichs. 34 Boutiquen mit rund 400 Marken sowie 13 Restaurants, Cafés und Brasserien zum Verschnaufen säumen den alten Hafen entlang der Garonne. Geöffnet ist von Dienstag bis Sonntag, von 10 bis 19 Uhr. Dort gibt es ganzjährig Luxusmode Prêt-à-porter mit Ermäßigungen von 30 Prozent und mehr. Zu finden sind Marken wie Guess, Diesel, Moschino, Tommy Hilfinger und Thierry Mugler, Teddy Smith und Café Coton. Top-Sportklamotten von le coq sportif oder Reebock, Schuhe von Clarks oder Heyraud. An Kindermode ist ebenso gedacht wie an feine Unterwäsche, Bade- und Nachtmoden… Ein perfekter Tag ist bei so einem Einkaufsbummel schnell vorbei. (kuhrhaus)

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