Auf, an die Dordogne!

Ein Fluss mitten durchs Paradies


Die Dordogne im Südwesten Frankreichs hat sich über Jahrtausende ein Paradies in die Landschaft geschnitten, in dem sich der heutige Mensch genussvoll eingerichtet hat. Von unserem "Kuhrhaus" mit dem Haus Cabernet" und dem "Haus Merlot" sind Land und Genüsse in unmittelbarer Reichweite.

Gesichter der Dordogne: Flaujagues am Morgen und Kanuten,
Mitte - Gezeitenwelle mit Surfern, Uferpanorama von
Bergerac, unten: Eisenbahnbrücke von Mauzac.
©Paula Forman-Lamoureux/Kuhrhaus

Dabei war der ausgedehnte Landstrich von Bordeaux einst ein Zankapfel. Wie erklärt sich sonst die hohe Zahl trutziger Burgen, befestigter Schlösser und Wehrdörfer? Vor allem England streckte im Mittelalter seine Finger in der Region aus und trug dazu bei, dass die Dordogne umkämpfter Grenzfluss war und ihrem Tal den Beinamen „Tal der 1001 Burgen“ einbrachte. Viele Touristen lieben diese Romantik inzwischen.
Heute gelten die zwei großen Regionen „Gironde“ und „Dordogne“, durch die sich der Fluss schlängelt, als Paradiese in vielerlei Hinsicht: Touristisch sind sie ein Magnet, für Feinschmecker eine Offenbarung, für Wassersportfreunde ein Muss, für Angler ein Mekka und für Landschaftsfreunde eine Augenweide. Hierher laden wir Sie ein.

Verspielter Eigensinn mit 60 Nebenarmen

Die Dordogne ist ein ebenso verspielter wie eigensinniger Fluss. Seine 480 Kilometer Länge gelten unter seinesgleichen zwar als eher kurz. Diese Strecke legt er konsequent in Ost-West-Richtung zurück. Die Kraft, die die Dordogne aus Quellen in über 1600 Meter Höhe in der Auvergne bezieht, macht sie zur Hauptschlagader eines weitverzweigten Gewässersystems mit über 60 Nebenflüssen. Sie ist schiffbar, Bade- und Angelgewässer, Naturparadies. 2012 hat die Weltkulturorganisation Unesco das gesamte Einzugsgebiet der Dordogne zum Biosphärenreservat erklärt, um das Miteinander von Mensch und Natur bei vielgestaltigen Projekten zu unterstützen.

Das „schnelle Wasser“ hat es in sich

Flaujagues selbst zieht sich an der Dordogne entlang und ist bei Normalwasser so breit wie die Elbe in Dresden. Paddler bekommen aber Strömung der Dordogne als kräftigen Unterzug zu spüren. Das wussten schon die alten Kelten, die den Fluss „du unna“ – schnelles Wasser – nannten. Die zahlreichen Kanu-Verleihe vermieten ihre Boote für Touren nur flussabwärts. Flaujagues hat dafür eine der vielen Anlegestelle entlang des Flusses, wo die Paddeleleven wieder eingesammelt und an den Ausgangsort ihres Abenteuers zurückgebracht werden.

Ausflugziele in alle Himmelsrichtungen 

Nach Westen: Castillon (7 km) - St. Émilion (19 km), die Weinhauptstadt, mit einer aus dem Fels gehauenen Kathedrale (Weltkulturerbe) - Bordeaux (50 km), das Médoc - direkt am Atlantik befinden sich in Pyla Europas größte Wanderdüne (120 m Höhe) - der Badeort Arcachon (120 km) - im Norden des Beckens befindet sich Lège-Cap Ferret (109 km) mit Resten des Atlantikwalls.
 

Nach Osten: Bergerac (45 km), der Ort des Dichters Cyrano mit der großen Nase - die imposante Burg Beynac (105km), zu deren Besitzern auch Richard Löwenherz zählt - das mittelalterliche Stadt-Juwel Sarlat-la-Canéda (110 km) - die Grotte von Lascaux mit ihren berühmten Felszeichnungen.
 

Nach Norden: Weingüter der Côtes de Castillon - das berühmte Cognac (120 km) - La Rochelle (223 km), die legendäre Hafenstadt am Atlantik.
 

Nach Süden: Künstler-Stadt Issigeac (56 km) - Monbazillac (44 km) - Bayonne (244 km), die Hauptstadt des französischen Baskenlandes - der Pilgerort Lourdes (230 km) - die Pyrenäen (250 km) - für ganz Mutige der Kleinstaat Andorra (400 km), mit den niedrigsten Steuern auf Waren und Getränke.
Unser Blog "Secrets of Dordogne" stellt viele Orte oder Events vor. (kuhrhaus)



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